Christa Nothtroff.
Malerei · Schriftbilder · Objekte

Raum für
Poesie.

Zwischen Wort und Bild, Linie und Raum.
Die künstlerische Welt von
Christa Nothtroff.

Abstrakte Arbeit von Christa Nothtroff mit schwarzen Linien, roten Flächen und hellen Bildpartien
Christa Nothtroff · Einblicke in die künstlerische ArbeitLinie. Schrift. Empfindung.
„Selbst wenn C. N. mit dem Pinsel arbeitet, bleibt sie stets eine Zeichnerin. Sie setzt in ihren Bildern Zeichen ganz eigener Art, in denen sie ihre Erinnerungen aber auch ihren Empfindungen und Gefühlen sichtbare Gestalt verleiht.  Solche Zeichen können der Schrift entlehnt sein. Bücher, die die Künstlerin gelesen hat und von denen sie angerührt worden ist, werden gelegentlich zum Ausgangspunkt sogenannter Schriftbilder.“

Damit hat Herr Prof. Dr. Erich Schneider (ehem. Leiter der Städt. Sammlungen) meine Arbeitsweise sehr treffend beschrieben.

Über meine Arbeit
—

Wenn aus Worten Bilder werden
und Linien den Raum entdecken.

Inspiration für meine künstlerische Arbeit finde ich häufig in Gedichten und Erzählungen. Die Inhalte und Stimmungen der Texte übersetze ich in Bilder, in denen sich Malerei, Grafik und Schrift verbinden. Dabei verstehe ich Schrift nicht im Sinne der Kalligrafie, sondern als Zeichnung – als bildnerische Form, die über das lesbare Wort hinausgeht. So sind unter anderem großformatige, genähte Schriftbilder entstanden.

Die Schriftbilder sind keine Informationsträger wie die Seiten eines Buches, sondern Ausdruck meiner Empfindungen und Gedanken, die mich bei der Lektüre und der Auseinandersetzung mit Lyrik und Prosa beschäftigen. Die Themen entwickle ich in Bildserien weiter. Durch die intensive Beschäftigung mit den Texten und ihrer Wirkung auf mich erhalten die Arbeiten eine emotionale Dimension. Sie eröffnen einen Raum für Gedanken und Assoziationen – einen Raum für Poesie.

Auf diese Weise sind umfangreiche Serien zu Werken von Wilhelm Busch, Walt Whitman und Haruki Murakami entstanden.

In den letzten Jahren hat sich meine Auseinandersetzung mit Linie und Form zunehmend in den Raum erweitert. Aus unterschiedlich starken Drähten entwickle ich Objekte, die wie dreidimensionale, abstrakte Zeichnungen wirken. Die Linie löst sich von der Fläche und wird zu einer eigenständigen räumlichen Form.

Darüber hinaus entstehen aus gesammelten Recyclingmaterialien, darunter Polymere, Folien und verschiedene Fundstücke, plastische Objekte. Durch das Zusammenfügen und Verwandeln dieser Materialien erforsche ich ihre ästhetischen Möglichkeiten und erschließe neue Ausdrucksformen. Mich interessiert, wie sich ihre ursprüngliche Beschaffenheit verändern lässt und ich aus dem Vorhandenen neue, eigenständige Formen kreieren kann.

So erweitert sich meine künstlerische Arbeit kontinuierlich: von der Schrift auf der Fläche über die Linie im Raum bis hin zu dreidimensionalen Objekten aus unterschiedlichen, vorgefundenen Materialien. Im Zentrum steht dabei die Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten, in denen sich Gedanken, Empfindungen und Formen auf immer neue Weise verbinden.

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